Steirische Holzwirtschaft zieht beeindruckende Erfolgsbilanz!

Im waldreichsten Bundesland Österreichs verbindet sich Tradition mit Innovation. Die tiefe Verwurzelung mit dem Roh- und Werkstoff Holz trifft auf Neugier und Forschungshunger und sorgt dafür, dass sich die Steiermark längst als Vorreiter für zukunftsweisende Holztechnologien etablieren konnte. Vom Hamburger Woodie, bei dem sich 371 Studentenwohnungen in Holz-Modulbauweise stapeln, über den spektakulären Dome of Visions in Kopenhagen bis hin zum Wiener HoHo, dem höchsten Holzbau der Welt – Bauen mit steirischem Holz feiert weltweit Renaissance. Und doch hat das Holzzeitalter gerade erst begonnen, darin waren sich die 110 Gäste beim Holz-Clusterempfang in der Wirtschaftskammer Steiermark einig.

v.l.n.r. Erhard Pretterhofer, Matthias Ammann, Tom Kaden, Heinz Gach, Monika Zechner, Doris Stiksl, Franz Titschenbacher, Hubert Lang

Beim Holz-Clusterempfang gaben sich die Marktführer der steirischen Holzindustrie, die größten grün-weißen Forstbesitzer sowie die Spitzenvertreter der Landespolitik die Ehre, um sich bei spektakulärem Blick über die Grazer Skyline zu den aktuellen Erfolgsgeschichten des Holzclusters zu informieren. „Die hervorragende stärkefeldübergreifende Zusammenarbeit, die wir in den Bereichen Innovation, Qualifizierung und Branchenvernetzung leisten, sorgt für steirische Erfolgsgeschichten mit Signalwirkung. Als Vorreiter im Bereich der interdisziplinären Zusammenarbeit blicken wir weit über die Branchengrenzen hinaus und vernetzen unsere Partnerunternehmen mit der Kreativwirtschaft, der Umwelttechnologie und der Automobilindustrie. Durch diese Aktivitäten leistet der Holzcluster wertvolle Unterstützungsarbeit für die gesamte Wertschöpfungskette, wobei unser besonderes Augenmerk auf den zahlreichen mittelständischen Betrieben liegt,“ hebt Heinz Gach, der Aufsichtsratsvorsitzende des steirischen Holzclusters hervor.

 Holz kann noch viel mehr!
Gerade vor dem Hintergrund regionaler Wertschöpfung sowie globaler Phänomene wie Urbanisierung, Klimawandel und Ressourceneffizienz wird der älteste Baustoff der Welt gegenwärtig neu entdeckt. Nicht nur der steirische Wald wächst von Jahr zu Jahr um rund 570 Hektar, auch die Anhängerschaft von Bauherrn, Architekten und Planern nimmt rasant zu.

Moderne Technologien, standardisierte Prozesse und innovative Entwicklungen „made in Styria“ führten zur Trendwende und damit zum weltweiten Erfolgskurs des geschichtsträchtigen Baustoffs Holz. „Die Steiermark hat wesentlich dazu beigetragen, dass Holz als Baustoff in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat und immer neue Einsatzmöglichkeiten gefunden wurden. Das entscheidende Erfolgsgeheimnis ist die hervorragende Zusammenarbeit unserer Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit den Leitbetrieben aus der Holzwirtschaft. Damit unterstreicht die Steiermark einmal mehr ihre Rolle als Forschungsland Nummer eins in Österreich“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Ob bei Einfamilienhäusern, im urbanen Wohnbau, bei öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kindergärten bis hin zum Gewerbebau übernimmt der nachhaltige Baustoff immer mehr Bauaufgaben, deren Ausführung zuvor lediglich in Beton oder Stahl realisiert werden konnte.

„Mit dem Holzcluster, proHolz und der holz.bau forschungs gmbh verfügen wir in der Steiermark über ein gut eingespieltes Holznetzwerk, das die Kräfte bündelt, um gemeinsam mehr Wertschöpfung aus unseren Wäldern zu generieren. Steirisches Knowhow steckt heute in impulsgebenden Leuchtturmprojekten, die rund um den Globus errichtet werden und die neue Lust auf Holz wecken,“ erläutert proHolz Steiermark Obmann Franz Titschenbacher. Dank intensiver Entwicklungsarbeit der steirischen Forschungsinstitutionen mit den führenden Industrien konnte sich Holz als echter Hightech-Baustoff etablieren, der in jeder Beziehung verblüfft!

Wandel als Chance begreifen
Um die Holzbauweise jedoch noch tiefer im Baugeschehen zu verankern, gilt es, Forschung und Entwicklung rasant voranzutreiben. „Als Innovationstreiber und Schnittstelle zwischen Industrie und F&E-Institutionen erleben wir tagtäglich, dass Großes nur dann entstehen kann, wenn man die richtigen Köpfe zusammenbringt. Wir provozieren daher den interdisziplinären Austausch auf Augenhöhe, bündeln die Kräfte und begreifen den Wandel als echte Chance,“ betont Clustergeschäftsführer Erhard Pretterhofer.

Ähnlich beurteilt  Richard Stralz, Ausichtsratsvorsitzender holz.bau forschungs gmbh und CEO der Mayr-Melnhof Holz Holding, die Situation: „Innovative Holz-Hybrid Bausysteme, smarte Brettsperrholz-Platten und intelligente Produktionsprozesse eröffnen dem Stärkefeld Holz in Zukunft weitere Marktchancen. Nur mithilfe der kontinuierlichen Investition in Forschung und Entwicklung kann die Wertschöpfung in den Regionen erhalten und gesteigert werden.“

Dass sich der steirische Holzcluster mit seiner Strategie auf dem besten Weg befindet, bestätigt auch Keynotespeaker und Kommunikationsstratege Matthias Ammann, der gerade in der stärkefeldübergreifenden Zusammenarbeit den Schlüssel zum Durchbruch sieht: „Die weltweite Erfolgsformel für den Holzbau: Architektur + Meisterhandwerk + Ökologie + Innovation.“

Die inspirierenden Vorträge über Potenziale und Zukunftsperspektiven sorgten beim diesjährigen Clusterempfang für angeregte Diskussionen. Nicht nur reden, sondern umsetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Städte von Morgen schon heute in Holz zu bauen, lautete daher das abendliche Credo der Teilnehmer.

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