Clusternetzwerk präsentiert: Geballte Holzbaukompetenz über den Dächern von Graz

Mutig, flexibel, effizient – zukunftsweisende Technologien, standardisierte Prozesse und innovative Unternehmen erreichten eine Trendwende und läuteten damit den weltweiten Erfolgskurs des geschichtsträchtigen Baustoffs Holz ein!

Österreichisches Knowhow steckt heute in impulsgebenden Leuchtturmprojekten, die rund um den Globus errichtet werden und die Lust auf Holz wecken. Auch der hohe Norden setzt ganz auf österreichische Holzkompetenz!

Im Rahmen von „Holzbau Unlimited“ vernetzten wir daher visionäre österreichische Unternehmen mit hochkarätigen Architekten aus Skandinavien, Dänemark und Grönland. Das Thema, das den Abend dominierte: Innovative Systemlösungen für den modernen Holzbau.

Reduzierte Holz-Bauzeit mittels wirtschaftlicher Systemlösungen
Mit der speziellen Gipsfaserplatte bietet Fermacell Österreich bereits seit vier Jahrzehnten eine schnelle und saubere Komplett-Lösung für den Holzbau. So erklärt Thomas Grudl, der Technische Leiter, dass sämtliche Produkte sicheren Brandschutz und hervorragenden Schallschutz bieten. Darüber hinaus sind die Produkte nicht nur in Bädern einsetzbar, sondern weisen auch eine bemerkenswert hohe Tragfähigkeit auf.

Bauen in 3D – so baut man mit Modulen
Anhand des Leuchtturmprojekts Woodie in Hamburg zeigte Sebastian Knoflach, welche Vorteile die innovative Modulbauweise gerade im Vergleich zur konventionellen Bauweise birgt. Der Modulbau definiert Bauzeit und Kosten auf gänzlich neue Art und Weise, da die eine verkürzte Bauzeit gleichzeitig die Kosten reduziert. In der Werkshalle können täglich bis zu vier Module fertiggestellt werden, die schließlich zur Baustelle geliefert und direkt vom LKW an den jeweiligen Platz gesetzt werden. Auf diese Art und Weise können pro Tag durchschnittlich zehn Module montiert werden. „Diese Bauweise erlaubt eine extrem schnelle Fertigstellung des Holzbaus und verhindert versteckte Kosten“, streicht Knoflach noch einmal heraus.

HoHo Wien - eine erste Zwischenbilanz
Holz ist gemütlich, atmosphärisch und bringt als Naturbaustoff viele Vorteile mit sich, die man sich beim Wiener HoHo zunutze gemacht hat. Richard Woschitz, Mastermind der Woschitz Group, erklärte, dass bei rund 84 Metern Höhe ganz besondere Anforderungen hinsichtlich Tragwerksplanung, Brandschutz und effizienter Nutzbarkeit vorliegen. Um diesen nachzukommen, wird jedes Material für sich so eingesetzt, dass es jeweils am besten den unterschiedlichen Anforderungen entspricht und ein perfektes Zusammenspiel zwischen den Baustoffen erreicht werden kann. Der Anteil innovativer Holz-Technik liegt ab dem Erdgeschoß bei rund 75 Prozent. Als Basis für die Holztragekonstruktion wird der Erschließungskern genutzt, der aus massivem Stahlbeton besteht. Somit kann auch in Katastrophenfällen die optimale Stabilität des Gebäudes erreicht werden.

luxstone - Das regionalste Holzhaus der Welt
Im Zuge der letzten Präsentation stellte Lukas Karner von luxhome eine spannende Neuentwicklung vor. „luxstone“ ist ein Holzziegelsystem, mit dem man rasch, einfach und individuell mit Holz bauen kann. Jeder Kunde ist in Kooperation mit dem Holzbaumeister dazu in der Lage, sein persönliches Projekt auszuführen. Mittels automatischen Planungsprogramm kann dabei sofort der Materialbedarf und Kosten errechnet werden. Das luxstone – Konzept steigert darüber hinaus die regionale Wertschöpfung, da es Produzenten vor Ort miteinbindet.

Im Anschluss an die einzelnen Keynotes standen die Vortragenden für Diskussionen mit den skandinavisch-österreichischen Besuchern zur Verfügung und ließen den Abend gemeinsam mit unseren Gästen bei steirischen Schmankerln und anregendem Blick über Graz ausklingen.

v.l.n.r. Wolfgang Sabella, Heinz Gach, Erhard Pretterhofer, Boris Schärf, Lukas Karner, Thomas Grudl, Cosima Steiner, Richard Woschitz, Sebastian Knoflach